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Der kubanische Sozialismus

Noch bin ich im sonnigen, schoenen Kuba und schreibe dies hier vom ziemlich Teuren 56k-Internetcafe. Das erstes Thema, das mir heute ins Auge gesprungen ist, ist der kubanische Sozialismus. Nachdem Birgit und ich gestern in La Habana waren haben wir wieder ein anderes Bild der Dinge. Dieses sehr praegende Erlebnis kann ich jetzt einmal nur als schlecht einstufe. Und bei dieser Kategorisierung stosse ich bereits auf das groesste Hindernis dieses Projekts. Es ist unglaublich schwer dies nun einfach als schlecht anzusehen. Denn Anscheinend leidet hier auch niemand Hunger und der Alphabetisierungsgrad ist unglaublich hoch fuer ein Entwicklungsland. Die Leute leben zwar in brutaler Armut, Rasissmus und Fremdenhass scheint es dafuer hier aber auch nicht zu geben. Der Kapitalismus wuerde gewiss auch vieles kaputtmachen, was sich hier wahrscheinlich im Sozialismus verankert sieht. Dennoch hat mich dieser krasse Unterschied den es in Habana gestern zu sehen gab, wunderschoene alte, aber halb verfallene Haeuser, die einfach nicht erhalten werden koennen und somit als Runinen enden und dutzende Kubaner, die versuchen sich irgendetwas daszuzuverdienen indem sie z.B. das kommunistische Tagesblatt weiterverkaufen oder alle moeglichen anderen Dinge und sich ueber jeden Peso freuen.
Und dann wieder dieses scheinheilige, perfekte, unechte Touristenresort in dem Tanz und Musik und Lebensfreude geboten werden. Was ist denn nun das echte Kuba? Gewiss werde ich es nicht auf diesem gewonnen All-inclusive-Urlaub herausfinden. Aber ein paar Gedanken dazu werde ich mir noch machen.

Ein Kommentar

  1. gut und schlecht zu bewerten hat wohl immer einen subjektiven beigeschmack. in dem zusammenhang würde ich als gut bezeichnen all das was authentisch ist.

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