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Wo soll’s lang gehen?

Die neue Werbekampagne der Zeitung Kurier, die seit 15. August an den Plakatwänden zu sehen ist, ist mir gestern in der Wiener U-Bahnstation Landstraßer Hauptstraße aufgefallen. Mit dem Claim „Wissen wo’s lang geht“ sind Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Teamchef Josef Hickersberger zu sehen.

Wo geht’s denn nun lang?
Zum Ausgang?

Gusenbauer ist als Wanderer in einer Berglandschaft abgebildet, den richtigen Weg suchend und Hickerberger hält in einem Stadion Ausschau danach. Dabei zeigt der Kurier-Pfeil mit dem Claim „Wissen wo’s lang geht“ von der Person aus nach rechts entweder zu einem Gewitter oder zum Ausgang des Stadions. Was soll uns das sagen? Gusenbauer weiß wo’s lang geht, weil er den Kurier liest? Der Kurier weiß aber wo’s zum Gewitter ins Verderben geht?

Hierzu die verantwortliche Agentur PKP proximity:

„Der Bundeskanzler und der Teamchef eignen sich aufgrund ihrer aktuellen Position und zukünftigen Anforderungen besonders gut, beide müssen in den nächsten Monaten Führungskompetenz und Erfolge nachweisen.“
via derstandard.at

Aha. Und warum weist dann der Pfeil zu Ausgang oder Blitzen? Am ersten Blick mag das Plakat ja irgendwie klar sein, dass die beiden Führungspersonen Weitblick beweisen müssen, aber wenn dann der Pfeil dazukommt finde ich fehlt eine nachvollziehbare Begründung, außer, dass man mit dem Kurier nur noch verwirrter wird.

5 Kommentare

  1. Fand die Plakate ganz witzig. Ist doch klar, dass das scheinbar ironisch gemeint sein soll – die schauen doch in die falsche Richtung. So hätte ich das zumindest interpretiert. Fand schon die ersten Plakate aber ganz nett (Abfangjäger beim Fenster raus)

  2. Die sind bestimmt ironisch gemeint, doch wie finde ich noch immer zu unklar. Sollen Gusi und Hickersbereger etwa ins gewitternde Verderben geschickt oder vom Posten befreit und aus dem Stadion geschmissen werden? Warum will das der Kurier?

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