Gedanken

Ich liebe Konzepte

Ich erinnere mich noch, wie ich vor zwei Jahren, mitten im ersten Semester meines Studiums, zu meinem Studiengangsleiter gegangen bin und gefragt habe, wozu wir uns überhaupt ein Konzept für dieses Projekt ausdenken müssen. Ist der Grafiker in einer Agentur nicht die Person, die das ganze dann einfach nur visuell darstellt? Er hat mir keine konkrete Antwort darauf gegeben und ich war etwas enttäuscht, wollte ich mir ja nicht den Kopf über diese Inhalt zerbrechen.

Meine verzweigten Gedanken zum Frequency

Jetzt, einige Zeit später nach vielen, vielen Projekten, habe ich erkannt, eigentlich liebe ich Konzepte. Sie sind der Grund geworden, weshalb ich Grafik-Design studiere. Ich möchte Ideen ausarbeiten, Strategien schaffen und dann sehen, wie sie in der Ausführung funktionieren. Ohne dem Schaffen von Konzepten wäre ich eigentlich nur der seelenlose Erfüllungsgehilfe oder Umsetzer. Und das wäre, glaub ich, meine persönliche Hölle. Dann würde ich das, was ich noch so liebe, irgendwann einmal hassen.

Ich will Kontakt mit Kunden, auf sie eingehen, für sie Planen, sie beraten, sie erziehen, Dinge umwerfen und wieder zusammenflicken. Ich möchte mich mit Inhalten auseinandersetzen, um sie zu begreifen, wirklich hineingehen, dann wieder ein Stück zurücktreten und sie für andere klar vermittelbar gestalten. Das ist die Herausforderung, hier steckt die Spannung für mich drinnen.

Im Augenblick ist unser Jahrgang beauftragt für die Fesitvals Nuke und Frequency Kampagnen zu designen. Da sind gute Konzepte kostbar. Und ich bin sehr glücklich mir das Hirn darüber zermartern zu dürfen, um einfach eine abgerundete, bis ins Detail überlegte Sache entwerfen zu können. Aber bis dahin sollte ich doch auch für die morgige Klausur in Wirtschaft und Recht leren.

4 Kommentare

  1. Tja, so lernt man dazu. Momentan kommt mir die Konzeptphase im Allgemeinen irgendwie total mühsam vor. Vielleicht weil es mich deprimiert, dass meine ewig langen Konzeptphasen in letzter Zeit zu wenig geführt haben. Vielleicht weil ich die Lust an der Ausführungsphase verloren habe, und deshalb gar nicht erst anfangen will. Ich glaube es braucht da ein Erfolgserlebnis, damit man sieht dass sich das Kopfzerbrechen am Ende lohnt.

  2. Es ist auf jeden Fall ein Weg, den man zurückzulegen hat, um das Konzipieren wirklich genießen zu können.

    Ja, im Moment sind’s irgendwelche Schriftzüge, bis ich mir die Zeit nehmen, endlich ein ordentliches CD für mich zu entwerfen. Wann das wohl sein wird …

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