Typography

Peinlich, peinlich, Wiener Zeitung

Wiener Zeitung – unspationiert, unausgeglichen und flasche Kapitälchen

Gestern musste ich am Südbahnhof die gegenüberliegende Zentrale der Wiener Zeitung mit Entsetzten fotografieren. Sicher ist es peinlich, wenn man im eigenen Schriftzug unspationierte und unausgeglichene Großbuchstabenformen verwendet, aber noch schlimmer ist es, wenn dann auch noch falsche Kapitälchen genommen werden. Das erkennt man daran, dass die Strichstärke der Anfangsbuchsten (also W und Z) größer ist, als bei den Kapitälchen. Eigentlich sollten diese gleich sein und nicht nur verkleinerte Versalien. Ich finde es leider traurig, wenn dieses Wissen vom ersten Semester meines Studiums, nicht im Bewusstsein der Grafiker, die für solch einen verbreiteten Schriftzug verantwortlich sind, ist.

2 Comments

  1. Sag mal, was ist denn los! So viel Blogaktivität?! 😀

    Um ehrlich zu sein, wenn man keine Ahnung von Typographie hat, fällt das nicht auf. Es schaut für mich auch nicht wirklich falsch aus, obwohl du mir erklärt hast was spationieren bringt.

  2. Ja, das glaub ich dir. Typografie ist einfach eine Sache, die oft im Verborgenen bleibt. Es gibt aber gewisse Dinge, die zu machen es sich auszahlt, damit das Gesamtbild einfach harmonischer, ausgeglichener wirkt. Das fällt dem Laien nicht auf und er kann es nicht deffinieren, aber unbewusst spürt man diese Unterschiede schon. Leider ist aber so, dass unausgeglichen Bilder schon so sehr zur Gewohnheit geworden sind, dass man gar nicht mehr erkennen kann, was gut ist.

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