Typography

Salon Regina kann’s!

Manchmal entdecke ich typografisches Feingefühl an Dingen, bei denen ich es überhaupt nie erwarten würde. Der Frisiersalon Regina in Badens Rathausgasse könnte bestimmt ein kleines Styling der Fassade vertragen, doch was sehe ich da? Ausgeglichene Großbuchstabenformen! Der Wahnsinn! Das erkennt man unter anderem daran, dass zwischen O und N mehr Platz gelassen wurde, damit der Innenraum des Os kein Loch in das Wort reißt (L und O finde ich noch etwas zu eng beisammen). Auch zwischen I und N ist genug Luft, dass sich die beiden Vertikalen nicht bedrohen. Der Schildermacher hat sich da anscheinend ausgekannt (also nicht nur ein ausführender Idiot) und Regina hat es bewilligt! Wow! Wenn sie nur wüsste welch Seltenheit ihre Geschäftsbeschriftung darstellt …

Salon Regina gleich Großbuchstaben aus!

5 Comments

  1. Wow. Dass es so etwas noch gibt – und dann auch noch bei »Salon Regina«! Beim »O« könnt ich mir auch vorstellen, dass es sich gelöst hat und (von jemand anderem) neu befetigt wurde. Ich fänds irgendwie komisch, wenn jemand die Buchstaben so sorgfältigt ausgleicht und das nicht bemerkt.

  2. Das ist eine spannende Theorie! Mir scheint dafür aber der Abstand E-G und N-A zu überlegt. Ich sollt sie einmal fragen, die Frau Regina, wer das gemacht hat 🙂

  3. Verstehe ich den Witz nicht? Der Abstand von L-O-N ist doch alles andere als optimal und wenn ich nicht total daneben liege, sind doch beide N auf dem Kopf?!

  4. @ Stefan: optimal ist der Abstand LON bestimmt nicht, aber man hat anscheinend versucht auf den lückenreißenden Raum des L und das vom O erzeugte Loch zu achten, in dem der Abstand hier einfach bewusst weiter ist. Und wow, jetzt seh ich’s auch mit dem N! Ist wahrscheinlich wirklich am Kopf! Ist mir zuerst gar nicht aufgefallen … 😀

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